sternakind

sternakind


Startseite






Links












ich habe lange nicht mehr geschrieben. obwohl ich manchmal mein leben noch immer aus dieser etwas externen Position der Berichtserstatterin betrachte, wie dies hier der Fall ist.

 

Es hat sich einiges geändert.

Vielleicht war ich zu schnell in allem. Und zu ehrgeizig.

 

Ich erinnere mich an meinen damaligen Mitbewohner. Es war wohl etwa in unserem zweiten Semester. Es war ein lauer Sommerabend. Etwa wie heute. Er drehte sich eine Zigarette und ich gesellte mich zu ihm auf den Balkon. Wir hatten nichts zu reden, genossen aber unsere Anwesenheit. Bis er irgendwann sagte, dass er das Gefühl habe, das Leben zu verpassen. Ich verstand ihn damals nicht. Ich hatte mir das nie überlegt.

Immer lernte oder arbeitete ich. Meine Freizeit diente der Vorbereitung oder der Erholung. Mehr oder weniger. Die Zeit mit meinem Freund war nett bis schön mit den üblichen Hochs und Tiefs.

 

In einem Jahr geht mein Studium zu Ende. Ich werde mir eine Arbeit suchen. Ich dachte, irgendwann nach ein paar Jahren zu heiraten und Kinder zu bekommen.

 

Soll das mein Weg sein?

 

 Ich denke nicht. Zurzeit hole ich einiges nach was ich in den letzten Jahren verpasst habe. Vielleicht Dinge, die ich in meiner Jugend verpasst habe.

 

Und gliechzeitig erfreue ich mich einer Gelassenheit wie ich sie in meiner Jugend nie kannte. Weg sind diese übertriebenen Selbstzweifel, die Ängste, die Unsicherheit.

 Ich finde mich schön wie ich bin. Bin selbstbewusst und glücklich. Ich flirte oft. Bin nicht mehr schüchtern, geniesse die Anerkennung das Lächeln der anderen und den Sommer.

15.6.12 18:24


Werbung


Nebelblues

Der Nebelblues ist wieder eingezogen.

Ich war mir das zuvor nie gewohnt, im Herbst ständig diesen grauen, kalten Deckel über allem zu haben. Ich kannte den Herbst mit blauem Himmel, Sonne und wunderschönen Herbstfarben in den Blättern der Bäumen und Sträucher.

Ich liebte es durch das rschelnde Laub und den farbigen Wald zu spazieren.

 

Jezt muss ich aufpassen, dass ich nicht zu sehr in depressive Stimmungen verfalle.

Ich habe heute morgen deshalb ein paar Stunden frei genommen, habe mir neue Blumen für den Garten gekauft. Um ihn mal wieder ein bisschen zu pflegen und dabei hoffentlich auch selber etwas zur Ruhe zu kommen. Soll wenigstens der Garten voller Farben sein.

Und ich habe mir neue Unterwäsche gekauft. Das ist auch immer ein Grund sich gut zu fühlen.

17.10.11 11:51


gestorben

Es schneit in grossen, schweren Flocken.

Noch bevor das Wetter umstürzte nahm er den letzten Atemzug.

 

Ich stellte mir immer vor, dass die Verstorbenen ab und zu bei mir auf Besuch seien. Manchmal, so kam es mir vor, war mein Grossvater direkt neben mir. Auch ein viel zu früh verstorbener Freund besuchte mich nach seinem Tod. Ich konnte mit ihm, in Gedanken, nochmalsreden. Konnte ihm sagen, was ich schon länger sagen wollte und er erlöste mich von meinen Zweifeln.

Manchmal sind solche Gedanken tröstlich.

 

Doch diesmal möchte ich nicht besucht werden.  Diesmal ist mir die Vorstellung unangenehm, dass diese Person mich wann immer er möchte besuchen (und sehen) kann.

8.10.11 12:14


40.) Mit B. Baumnüsse sammeln gehen

41.) Bei Freunden zum gemeinsamen Kochen eingeladen zu sein

42.) Die Farben des Herbstes

2.10.11 10:30


einen schritt weiter gehen?

eine kollegin von mir ist verheiratet und jetzt im 6 Monat schwanger.
eine andere bekommt diesen herbst bereits ihr zweites kind.

mein ex hat diesen sommer geheiratet. und im vertrauen sagte er mir, dass auch sie beide möglicherweise bald eltern werden.

gestern abend war ich dann mit einer freundin (b.) aus. auf dem weg kamen wir an einem juweliersgeschäft vorbei. sie betrachtete ausführlich die ringe und erzählte mir, dass eine verlobung mit ihrem freund wohl kurz bevor stehe. beide seien sich einig, es fehle eigentlich nur noch die gelegenheit für einen romantischen antrag. oder die idee. sie redet auch seit einiger zeit davon, dass sie schwanger werden möchte.

 

es erstaunt mich jedes mal aufs neue, wenn ich solche neuigkeiten höre. einerseits freue ich mich jeweils sehr. (und ich denke, dieser teil überwiegt.)
und doch kommt dabei jeweils auch ein leicht ungutes gefühl auf. meine freunde sind in einem alter, in dem sie sich langsam binden wollen, indem sie eine familie gründen wollen.

vor ein paar wochen liess sogar meine mutter verlauten, dass sie an einem enkelkind von mir sehr freude hätte. ausgerechnet sie, die mir und meinem bruder bisher immer eingeschärft hatte, dass sei noch lange nicht grossmutter werden wolle und dass sie bestimmt nie kinder hüten wolle.

ich fühle mich noch nicht so weit.

meine beziehung zu d. fühlt sich gut an. wir ergänzen uns und verbringen gerne zeit miteinander.
doch manchmal frage ich mich schon, ob er der mann für mein leben sein soll.
b. meint dazu, dass man dass nie wissen könne.

vielleicht bin ich einfach zu sehr geprägt worden von romantischen geschichten, in denen einfach alles perfekt ist.

 und doch möchte ich nicht ohne d. sein. ich würde ihn zu sehr vermissen.

 

vielleicht bin ich noch zu wenig reif für solche entscheidungen.

oder vielleicht werden solche entscheidungen gar nicht aus mehr reife gefällt. vielleicht kann man wirklich nie wissen, ob es der richtige partner ist.
mein ex liess so etwas ähnliches verlauten. er habe seine freundin jetzt einfach mal geheiratet. sie mögen einander und sie möchten beide eine familie kinder bekommen.
als hätten sie dafür geheiratet, damit beide ihre eigenen träume verwirklichen können.

manchmal frage ich mich, was die grundlage sein soll, einen schritt weiter zu gehen.

31.8.11 21:10


vielleicht werde ich wieder mit bloggen beginnen. vielleicht ist dies auch nur wieder mal ein kurzes intermezzo.
31.8.11 19:44


im online-auktions-haus gibt es 1000 einträge wenn man nach "liebe" sucht. seltsam so was.
24.9.10 09:45


bergluft

dieses wochenende war ich im hochgebirge unterwegs. zwei freunde kamen mit mir hoch und am sonntag dann kam eine freundin mit mir runter. dazwischen genoss ich die einsamkeit. die ruhe. den gletscher. steinschläge und die lawinen aus nächster nähe (rund um mich herum) zu beobachten. den sonnenuntergang. den einzug des nebels in der abenddämmerung. die morgendämmerung. den sonnenaufgang. die kühle, frische luft. den schnee. und ich machte mir viele gedanken. über das leben und die liebe. und ich dachte an menschen, die ich sehr mag. dies füllte mein herz mit wärme in der so kalten umgebung. einmal fühlte ich mich plötzlich so glücklich und erfüllt, dass ich nicht anders konnte als über das geröll zu rennen und jubelnd luftsprünge zu vollführen. wie schön einsamkeit und natur doch sein können. und doch fühlte ich mich nie einsam, da ich an menschen denken konnte, die ich sehr mag und denen ich so nahe stehe, dass schon die gedanken an sie wie ein gespräch wirken.
7.6.10 17:46


es zerreisst mir das herz. die liebe. die männer. seit zwei wochen nun, macht mein körper nicht mehr mit. ich habe solche schwächeanfälle. erst habe ich ein sehr starkes stechen im herzen, dann wird mir sehr schwindlig, ich verliere die orientierung und ich hab ameisenlaufen am ganzen körper. mein arzt meint, dass vielleicht etwas im denkorgan nicht stimmt. ich muss das jetzt durchleuchten lassen. schon morgen. das geht jetzt alles recht schnell. doch ist es einfach das herz, dass es mir zerreisst.
11.5.10 19:44


Einladung zum Mittagessen

Sie kam am Mittag nach Hause, öffnete die Türe schwungvoll noch etwas weiter und stand zur Seite, damit er auch eintreten möge.

 

Er trat ein und folgte ihr in die Küche.

Sie hatte ihn zum Mittagessen eingeladen, öffnete den Kühlschrank und stellte alles raus, was sie verarbeiten wollte. Essen gab es genug für zwei Personen.

Sie wusch den Salat, Schnitt die Gurke in Scheiben und während sie die Rüebli raffelte war sie sich plötzlich unsicher ob ihre Speisen seinen Ansprüchen genügen würden.

Sie wärmte noch etwas Reis und entschuldigte sich, kein Fleisch zu Hause zu haben.
Alle ihr bekannten Männer begehrten zum Mittag Fleisch.

 

 

 

28.4.10 13:59


 [eine Seite weiter]

Gratis bloggen bei
myblog.de