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Luftloch

Ohne es zu wollen, ohne es zu beeinflussen, habe ich seit einiger Zeit keinen Appetit mehr.

Ich esse noch einen Bruchteil dessen, was ich sonst so esse.

 

Den Grund kenne ich nicht.

 

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich die ganze Zeit an all die Leute denken muss, die zur Zeit gerade an Hunger leiden.

Hunger, weil wir das Geld haben, ihnen ihre Nahrungsmittel wegzukaufen und sie dann im Überschuss zu horten und nicht selten total verschwenden.

 

Im Einkaufsladen gibt es immer noch Frühkartoffeln aus Ägypten. Dies obwohl auch in diesem Land laut Medienberichten ja schon viel zu wenig käufliche Nahrungsmittel für die Bevölkerung vorhanden sind.

 

Ich fühle mich machtlos, etwas dagen zu unternehemen. Zu gross und eingefahren ist das System.
Und trotzdem fühle ich mich irgendwie mitverantwortlich.

Wie können wir das Leiden der restlichen Welt nur so ertragen?


Wie können wir weiter schlemmen ohne Reue?

 

Ich fühle mich etwas schwach. Doch obwohl ich es noch so möchte, ich bringe einfach nichts herunter.
Und im Einkaufszenter überfordert mich zuweilen die allzu grosse Auswahl jedes einzelnen Produktes.

10.5.08 21:08
 


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bisher 10 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (13.5.08 09:26)
ich fuerchte, als einzelner kann man ohne entsprechende beziehungen da nichts grossartiges veraendern.

ich persoenlich versuche, nahrungsmittels aus der naeheren umgebung zu kaufen. und dann und wann das bewusstsein meiner mitmenschen diesbezueglich zu schaerfen.

aber ich kenne jemanden, der so egoistisch ist, dass ihm das egal ist. er kauft trotzdem rindfleisch aus argentinien, wenn ihm gerade danach ist.


flo / Website (13.5.08 21:13)
ja, das ist doch ein ziemliches paradoxon, dass man zu wenig nahrung hat, sie aber trotzdem aus irgendeinem grund verkaufen muss....


sternakind (13.5.08 21:16)
ja.
die machtlosigkeit eines systems, das vielleicht gar nicht einmal so gut ist.


flo / Website (13.5.08 21:25)
*kicher*
'gar nicht einmal so gut'
diesen satz kenne ich eigentlich urspruenglich von der serie 'raumschiff enterprise', wo der herr spock irgend so ein gegenmittel einnehmen muss, welchselbiges, wie er meinte 'mmm... gar nicht einmal so gut' schmeckte.

ich bin mir nie sicher, was gut oder schlecht ist.
ich habe das gefuehl, dieser zeiten werden grenzen geweitet und das machbare neu herausgefordert.

vielleicht ist das im endeffekt ja sogar gut. [was 'gut' auch immer sein mag].


sternakind (14.5.08 09:08)
etwas anderes as "mal sehen" kann man ja wohl kaum noch dazu sagen.
denn die hände bleiben gebunden.


flo / Website (14.5.08 18:42)
'mal sehen' ... das liest sich so negativ passiv.


sternakind (14.5.08 20:59)
ja.
mal sehen, weil mal tun nicht geht.


flo / Website (14.5.08 22:28)
hm... vielleicht.


Waslos / Website (18.5.08 23:14)
Ich versuche auch, Lebensmittel von der Umgebung zu kaufen. Weiss aber auch nicht ob ich etwas verändern kann dadurch. Eigentlich müsste jeder Einzelne bei sich etwas verändern wollen, damit es Auswirkungen hat. Aber wer will das schon? Ist doch einfacher, wenn einem alles egal ist...


sternakind (19.5.08 21:31)
leider ist es einfacher.
doch entstehen gruppeneffekte nur wenn jeder einzeln bei sich beginnt.
die hoffnung stirbt wohl zuletzt.

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