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neues zuhause

nun bin ich nach b gezogen. habe meine sachen gepackt und von c nach b transportiert.
die meisten jedenfalls. meine beiden fahrräder sind beide noch immer in c, sie sind es auch, die ich am meisten vermisse.
wie kann man irgendwo zuhause sein ohne ein fahrrad da zu haben?

es fällt mir tatsächlich noch etwas schwer, mich da wohl zu fühlen. so richtig angekommen eben. irgendwie habe ich immer noch das gefühl nur auf besuch zu sein. und gleich schon wieder weg.

vielleicht hat das aber auch eher mit meinem leben in den letzten wochen zu tun. täglich reiste ich stunden mit dem zug. nachts war ich jeweils nur ganz kurz in meinem schlafsack, bevor wir schon wieder weiter mussten. die arbeit war richtig hart. aber wir waren ein gutes team. und wir wohnten, wenn wir denn einmal da waren zu siebent in einer dreieinhalb-zimmer-wg in o. war zwar ganz schön anstrengend tönte, aber vielleicht gerade mal halb so schlimm war. schliesslich war man einfach zu müde um noch zu streiten. nur das badezimmer war oft nur nach einer längeren wartezeit an der schlange kurz zu geniessen. einmal reiste ich sogar extra nach b um zu duschen.
aber wie auch immer, wir waren ein gutes team und ich habe viel gelernt.

nebenan rauscht ein zug vorbei ohne dass man ihn sieht. wieder ist es stockdunkel draussen und ich bin noch einige hundert kilometer von meinem bett entfernt. vielleicht habe ich in den letzten wochen mehr stunden im zug verbracht als irgendwo anders.

immerhin habe ich jetzt endlich wieder einen computer. das genisse ich wirklich.
und anstatt, dass ich ein schönes, stimmungsvolles foto als hintergrund eingerichtet habe, wie ich das sonst immer hatte, habe ich ein recht einfaches foto, das ich schon vor jahren schoss ausgewählt. es zeigt den etwas markanten berg, den man immer dann sieht wenn man nach hause kommt und schon beinahe angekommen ist. schon als kind immer hat mich der anblick dieses berges immer sehr gerührt. nach hause kommen ist wohl etwas vom schönsten. und das meine ich nicht, weil ich nicht gerne reisen würde, überhaupt nicht. aber eine ankunft, eine sichere bleibe, ein ausatmen. wie auch immer. das gefühl ist mir in bester erinnerung.
nur jetzt mag es irgendwie nicht kommen.

vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt zum ersten mal richtig umgezogen bin. so ganz. von zu hause weg, von der familie weg, von den freunden weg.

für nächste woche habe ich einige freunde in meine neues heim eingeladen. ich dachte mir, vielleicht könnte ich mich so danach mehr zuhause fühlen. durch erinnerungen, gerüche der anderen. ein lachen im treppenhaus.
in etwa zwei stunden werde ich in b ankommen. vielleicht fährt noch ein bus zu meiner wohnung. ansonsten laufe ich, den weg kenne ich inzwischen.
28.7.08 23:24
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (29.7.08 17:34)
das gefuehl, noch nicht richtig in der neuen bleibe zu hause zu sein kenne ich. damals hatte ich aber schon das gefuehl, in meiner alten bleibe [bei meinen eltern] nicht mehr zu hause zu sein.
'daheim' war damals ein wort, dass es eigentlich nur theoretisch gab, nicht als gefuehl.

uebrigens arbeitet t. [den ich eigentlich nicht sehr gut kenne - aber ich habe ihn vergangenes wochenende wieder einmal getroffen] derzeit in chur. er entwickelt dort photovoltaik-zellen, wenn ich es richtig verstanden habe.


sternakind (30.7.08 11:45)
photovoltaikzellen in c.? in welcher firma denn, wenn ich fragen darf?

eigentlich hast du recht, ich fühlte mich zuvor auch in c. nicht mehr richtig zu hause. es hatte etwas von aufbruchstimmung. das ausziehen von den eltern, der erste umzug überhaupt.
und irgendwann ist man einfach zu eigenständig, als dass man noch in elterliche strukturen passen würde. und die erwartungen stehen sich manchmal etwas ungleich gegenüber.

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