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sein Pullover

Als sie nach Hause kam, sah sie, dass er seinen Pullover liegen gelassen hat.

Sie wandte sich davon ab, setzte Kaffee auf, doch konnte sie nicht anders, als dieses grosse, schwarze Ding zu mustern.
Und sie roch daran.
Der Geruch gefiel ihr so, dass sie ihn nicht mehr loslassen wollte. Immer mehr davon wollte sie. So zog sie seinen Pullover an.
Und während sie an ihrem Kaffee nippte, kuschelte sie sich in den fremdem Pullover ein, der ihr so viel Wärme und Geborgenheit gab.

Draussen vor dem Fenster zogen dunkle Wolken auf. Es sah kalt aus. Doch all dies konnte ihr nichts anhaben. Sie sah der Welt nur zu, begann zu lesen, verlor sich dann aber doch in Träumereien.

 

Doch hörte sie irgendwann ein Geräusch im Treppenhaus, das sie aufschreckte. Sie fühlte sich ertappt und legte den Pullover schnell an seinen Platz zurück. Dort wo er ihn vergessen hatte.

Jetzt erst merkte sie, wie nackt sie war ohne diesen Pullover.

Ohne seinen Duft, der sie von der Welt zu schützen vermochte.

2.10.08 18:15
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(6.10.08 22:01)
ein traum, der in einen hauch gehuellt so sehr wirklichkeit wird, dass er bestandteil eines lebens geworden ist.

schoen.


flo / Website (6.10.08 22:02)
post scriptum

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