sternakind

sternakind


Startseite






Links












der morgenritter

Vielleicht gab es einmal so ein Morgen an dem sie noch ganz müde war.

An dem das Bett sie noch lieblichst umarmte und der Schlaf eben erst hinter die langen, seidenen Vorhänge kroch.

 

Vielleicht hörte sie ihn, wie jeden morgen aufstehen. Auch wenn er versuchte möglichst leise zu sein.
Das sagte sie ihm natürlich nie. Dass sie ihn nämlich jeden morgen hört, da sie es genoss.

Und sie hörte ihn ins Bad gehen, denn er machte sich immer frisch, bevor sie aufstand.

 

Sie stand jeweils erst auf, als sie ihn in der Küche hörte. Zog im Halbdunkel eine Hose über, oder auch nicht, je nach Wetterlage und  Jahreszeit, fuhr sich mit den Fingern durch ihr struppiges Haar und gesellte sich zu ihm in die Küche.

 

Er lächelte jedesmal wenn er sie sah. Und wünschte ihr einen Guten Morgen.

Das können nicht viele Leute, einen guten Morgen wünschen, ohne es wie eine gewöhnliche Redewendung klingen zu lassen. Er konnte es, er wünschte einen guten, guten Morgen.

 

Und er wusste auch, was sie mag. Das Brot war frisch vom Bäcker. Vielleicht gab es Honig dazu, vielleicht auch von seiner Konfitüre.

Jedoch immer eine heisse Schockolade. Denn das mochte sie sehr.

Und nachdem sie gemeinsam frühstückten, kochte er noch etwas um dann zum Mittag mit zu nehmen und machte gleich noch eine Portion für sie mit.

Dann wünschte er ihr noch einen wunderschönen Tag, ging zur Tür hinaus und sie wusste, dass sie ihn vermissen würde bis am Abend.

Als er weg war endteckte sie die rote Thermoskanne mit Tee, die ihr ein bisschen Wärme geben sollte über den Tag hinweg.

Bis er Abends wieder zur Türe hereinkam und sich nach ihrem Tag erkundigte.

6.10.08 23:40
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Gratis bloggen bei
myblog.de